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NATURPARK
MÄRKISCHE SCHWEIZ


Großschutzgebiet des Landes Brandenburg

Eine Information der Naturparkverwaltung, Lindenstraße 33, 15377 Buckow, Tel. 033433/ 15840


Naturpark Märkische Schweiz

Um die Einzigartigkeit, Vielfalt und Schönheit der Märkischen Schweiz zu erhalten, erklärte die letzte DDR-Regierung, durch Verordnung vom 12.09.1990, im Rahmen ihres Nationalparkprogramms, die Märkische Schweiz zum 'Landschaftsschutzgebiet von zentraler Bedeutung' und gleichzeitig zum 'Naturpark Märkische Schweiz'.

Größe: 205 km2
Einwohner: 7 500
Schutzzonen
Zone II 6 Naturschutzgebiete 18,1 km2 (weitere NSG in Vorbereitung)
Zone III Landschaftsschutzgebiete 186,9 km2

Flächenanteile
Gewässer 5,2 km2
Wald, Forst 109,4 km2
Acker 69,4 km2
Grünland 10.4 km2
Siedlung/ Wege 10,6 km2

Was ist ein Naturpark?
Brandenburgisches Naturschutzgesetz
§ 26 Naturpark:
Großräumige, einheitlich zu entwickelnde und zu pflegende Gebiete, die überwiegend Landschafts- oder Naturschutzgebiete sind und einen hohen Stellenwert für Erholung und Tourismus haben.

§ 22 Landschaftsschutzgebiet:
Als Landschaftsschutzgebiet können Gebiete festgesetzt werden, in denen ein besonderer Schutz oder besondere Pflege- oder Entwicklungsmaßnahmen
a) zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts,
b) wegen der Vielfalt, Eigenart oder Schönheit des Landschaftsbildes oder
c) wegen ihrer besonderen Bedeutung für die naturnahe Erholung erforderlich sind.
Als Landschaftsschutzgebiet können auch Flächen ausgewiesen werden, in denen die Vorraussetzungen nach Satz 1 entwickelt werden sollen.

§ 21 Naturschutzgebiet:
Als Naturschutzgebiete können Gebiete festgesetzt werden, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit oder in einzelnen Teilen,
a) zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstätten wildlebender Tier- und Pflanzenarten,
b) aus ökologischen, wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, erdgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen oder
c) wegen ihrer Seltenheit, Vielfalt, besonderen Eigenarten oder hervorragenden Schönheit,
erforderlich ist.

Naturparks sollen einheitlich verwaltet und entsprechend den gesetzlich festgelegten Schutz- und Pflegezielen geplant, gegliedert und erschlossen werden.Interessantes aus Flora und Fauna
Die eingangs erwähnte Vielfalt der Biotope führte zu einem großem Artenreichtum, was sich besonders bei den hier nachgewiesenen Pflanzen- und Tierarten wiederspiegelt.

Im Naturpark nachgewiesene Tier- und Pflanzenarten:
- über 1 000 Farn- und Blütenpflanzen
- 246 Vogelarten
- 60 Tagfalterarten
- 129 Schnecken- und Muschelarten
- 43 Libellenarten
- 11 Fledermausarten, ihnen gilt ein besonderes Artenhilfsprogramm
- Fischotter und Europäische Sumpfschildkröte gehören zu den Besonderheiten


Die Europäische Sumpfschildkröte
Bis ins vergangene Jahrhundert hinein schickten Brandenburger Händler ganze Pferdefuhrwerke voller Schildkröten als willkommene Fastenspeise nach Böhmen und Schlesien. Infolge des Jahrhunderte währenden intensiven Schildkrötenfanges, zählte diese Art schon vor etwa 100 Jahren zu den Seltenheiten in Deutschland und gehört heute zu den am stärksten bedrohten Reptilienarten in unserem Land.
Im Bundesland Brandenburg hat die Art noch eine Reihe gesicherter Vorkommen. Eines davon liegt im Naturpark Märkische Schweiz, in wenig vom Menschen gestörten Feuchtgebieten, an kleinen Seen und Weihern.
Die Europäische Sumpfschildkröte ist ca. 10-20 cm lang und hat einen flachen ovalen Panzer. Der Rückenpanzer ist überwiegend dunkelbraun bis schwarz gefärbt, oft mit gelblichen bis weißen Punkten oder Strichen. Kopf und Weichteile sind dunkel mit gelben Flecken. Die Sumpfschildkröte bevorzugt pflanzenreiche, flache Seen und gut erwärmbare Stillwasserzonen großer Flüsse, aber auch Tümpel, Teiche und Bäche. Sie ist ein äußerst scheues Tier und reagiert empfindlich auf Störungen durch den Menschen und Verunreinigungen der Gewässer. An sonnigen Uferabschnitten verweilt sie gern auf alten Ästen und Baumstümpfen und tankt die Wärme der Sonne. Zur Nahrungssuche in der Dämmerung sucht sie bevorzugt am Gewässerboden, aber auch an Land nach Insektenlarven, Krebsen, Würmern und Kaulquappen. In den Monaten Mai bis Juni legt das Weibchen ca. 3-15 Eier in einer Gelegegrube an sonnigen Plätzen in Ufernähe ab und deckt diese mit Erde zu. Die Gelege sind sich selbst überlassen. Nur in besonders sonnenreichen, warmen Jahren kommt es zum Schlüpfen. Oft jedoch reicht die Wärme im Sommer nicht aus, so daß gelegentlich erst im darauffolgenden Jahr die Jungen schlüpfen können. Sumpfschildkröten werden sehr alt. Erst mit 10- 14 Jahren erreichen sie die Geschlechtsreife und können, wenn sie erfolgreich den zahlreichen Gefahren widerstehen, mehr als 50 Jahre alt werden.

Der Wolf
Bis vor etwa 200 Jahren gehörte der Wolf zur heimischen Fauna und war wichtiger Bestandsregulator des Haarwildes. Durch die intensive Bejagung wurde der Wolf jedoch in unserem Raum ausgerottet und verschwand aus dem Gebiet der Märkischen Schweiz. Für den letzten, in dieser Zeit geschossenen Wolf, wurde ein Gedenkstein bei Prötzel errichtet. Alte Bezeichnungen in der Landschaft, wie etwa der Name 'Wolfsschlucht' am Kleinen Tornowsee erinnern noch an frühere Einstandsgebiete.
Gänzlich verschwunden ist der Wolf jedoch nie. Uralte Wanderwege von Ost- nach Westeuropa führen über das Gebiet von Brandenburg, so daß immer wieder Einzeltiere auch im Naturpark Märkische Schweiz beobachtet wurden, die aus dem angrenzenden Polen einwanderten. Gegenwärtig ist eine leichte Vergrößerung des noch immer relativ kleinen Wolfbestandes in Westpolen zu verzeichnen. Dies führte in den letzten Jahren zu regelmäßigen Abwanderungen in westliche angrenzende Gebiete und zu zahlreichen Nachweisen in der Märkischen Schweiz. Interessant ist z.B. eine Beobachtung aus dem Jahre 1991 in der Umgebung von Bollersdorf. Hier wurden mehrfach zwei Altwölfe und später ein Tier mit Jungen (Welpen) in den Wäldern weitab der Siedlung beobachtet.
Am 17.05.1991 wurde in der Nähe von Grunow ein Wolf von einem Jäger erschossen, obwohl der Wolf nach Bundesnaturschutzgesetz unter strengem Schutz steht. Durch eine wissenschaftliche Untersuchung seines Schädels konnte seine Artzugehörigkeit eindeutig bestimmt werden. Ein Artenschutzprogramm des Landes Brandenburg soll unsere Landschaft und die in ihr lebenden Menschen auf seine erneute und gewollte Einwanderung von Osten her vorbereiten. Vielleicht hat der Wolf eine Chance und kann sich zukünftig in unseren Wäldern wieder ansiedeln!

Der Fischotter
Der Fischotter gehört zu den seltenen und am stärksten vom Aussterben bedrohten Säugetierarten Mitteleuropas. Er wurde lange Zeit wegen seines dichten Fells sehr intensiv gejagt und erlitt einen drastischen Bestandsrückgang. Noch Anfang dieses Jahrhunderts kamen in Deutschland etwa 10.000 Otterfelle pro Jahr zur Ablieferung.
Der Fischotter gilt als Anzeiger für intakte, wenig gestörte Gewässersysteme. Wichtig für den Otter sind natürliche Ufer an Fließgewässern und Seen mit sauberem, sauerstoffreichem Wasser. Die größten Gefahren erwachsen daher dem Otter heute aus der Zerstörung seiner relativ weiträumigen Reviere infolge wasserbaulicher Maßnahmen, der Verwendung von Fischreusen ohne Schutzgitter, in denen schon viele Otter erstickt sind, der touristischen Nutzung der Gewässer und aus der Einleitung von Schadstoffen. Auch der zunehmende Straßenverkehr kann sehr negativ auf den Bestand des Fischotters wirken. In der Zeit von 1992 bis 1995 sind im Naturpark sechs Fischotter durch Autos überfahren worden. Besonders unerfahrene Jungtiere, die in der Ranzzeit häufig viele Kilometer über Land wandern und dabei frequentierte Straßen überqueren müssen, sind stark gefährdet. Diese Todesursachen kann man nur durch den Bau von Otterpassagen an den Verkehrswegen vermindern bzw. vermeiden.
Der Fischotter ist ein recht großer Vertreter aus der Familie der Marder und wird 1,40 m lang, bei einem Körpergewicht von ca. 14 kg.
Die vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiven spielfreudigen Tiere schwimmen ausgezeichnet und können bis zu 8 Minuten unter Wasser bleiben und bis zu 18 m tief tauchen, wobei Nase und Ohren geschlossen werden. Die Weibchen besiedeln ein Revier von 5 - 7 km Ausdehnung innnerhalb größerer Reviere der Männchen. Dabei wird in der Regel ein bis zu 100 m breiter Uferstreifen genutzt. Oft führen gut getarnte Ausstiege am Ufer auf regelrechte Pfade, sogenannte 'Ottersteige'. Als Nahrung bevorzugt er Fische, Frösche, Kleinsäuger (Bisamratten, Schermäuse), Muscheln, Schnecken, Krebse, Wasservögel und Wasserinsekten. Seine Lebensdauer kann etwa 15 bis 22 Jahre betragen.

Die Vogelwelt
Seit mehreren Jahrzehnten wird die Märkische Schweiz avifaunistisch erforscht. Die langjährigen Erhebungen des Brutvogelbestandes, der Durchzügler und Nahrungsgäste zeigt, daß die Vielfalt der Landschaftsstruktur eine besonders reichhaltige Vogelwelt etabliert hat.
Ein besonderes Kleinod in der Vogelwelt der Märkischen Schweiz ist der Eisvogel der, wenn man ihn entdeckt, als Glücksbringer gilt und einen Wunsch erfüllen soll. Ein sehr farbenfroher, seltener Bachvogel, der überwiegend baumbestandene, relativ saubere Fließgewässer in Waldlage besiedelt. Auf Grund dieser spezifischen Lebensraumansprüche liegt ein Verbreitungsschwerpunkt im Fließtal des Stobbers und einmündender kleiner Bäche. Der Eisvogel braucht zum Brüten Steilwände aus lehmigen oder sandigen Böden, in die er seine mehr als 50 cm lange Brutröhre gräbt. Besonders imposant ist es, den Eisvogel beim Fischen zu erleben. Von einer Sitzwarte aus beobachtet er das Fließgewässer und schießt dann wie ein Pfeil ins Wasser, um kleine Fische und Insekten zu fangen. Er jagt aber auch Insekten aus der Luft.
Im Frühjahr und Herbst ziehen zahlreiche Kranichketten über die Märkische Landschaft. Ein Teil dieser Tiere rastet hier und findet in den abgelegenen Feuchtgebieten der Märkischen Schweiz ideale Lebensbedingungen. Der Kranich brütet alljährlich mit einigen Brutpaaren in unserer Landschaft.
Besiedelt werden Zwischen- und Niedermoore, nasse Erlenbruchwälder und verlandete flache Seen und Weiher. Diese Habitate findet er im Naturpark in der offenen Kulturlandschaft als auch in den ausgedehnten Wäldern, sowie in feuchten Wiesengebieten oder Luchen mit Schilf- und Gebüschbeständen. Da der Kranich ein sehr scheuer Vogel ist, können auch schon kleine Störungen ihn aus seinem Brutrevier vertreiben.

Der zweithäufigste Vertreter der Greifvögel in unserem Gebiet ist die Rohrweihe. Sie besiedelt Gewässer mit ausreichendem Schilfbestand. Es werden Seen, flache Gewässer, Teiche, Weiher und Feldsölle, aber auch größere Schilfflächen ohne offene Wasserfläche in der freien Landschaft zum Brüten genutzt. An Waldseen brütet sie nur selten. In trockenen Jahren, wenn das Grundwasser zu stark abfällt, fangen die Rohrweihen nur mit dem Nestbau an, aber es kommt zu keiner Brut. So kann der Bestand in den Jahren stark schwanken.

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